
"Die Rache der Tomyris"
"Die Rache der Tomyris" (ca. 1692) ist nach langen Restaurierungsarbeiten endlich wieder im Schloss Wilhelmshöhe zu bestaunen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gemälde eingelagert und durch Bombensplitter und Wasser beschädigt. Die mhk ließ das Gemälde für 60000€ aufwendig von der Restauratorin Klaudia Kluger (Baunatal) restaurieren, die eigens ein größeres Artelier für das ungefähr acht Quadratmeter große Bild angemietet hat.
Schimmelpilzbefall, vergilbten Firnis, aber auch nachgedunkelte Farbe von vergangenen Restaurierungen, galt es auszubessern. Zudem klafften zwei große Löcher in der Leinwand.
Das Bild, welches zu einer Serie von fünf großformatigen Gemälden gehört, zeigt, wie die Königin Tomyris ihre Drohung, den Blutdurst des Kyros zu stillen, in die Tat umsetzt.
Der Perserkönig hatte zuvor versucht, über das Land der Massageten zu herrschen, indem er um die Hand der Königin anhält. Als Tomyris jedoch ablehnt, da sie seine wahre Absicht durchschaut, zieht er gegen sie in den Krieg. Mithilfe einer List, täuscht er eine Niederlage vor, tötet einen Großteil der vom Wein berauschten Männer und nimmt weitere gefangen. Darunter auch den Sohn der Tomyris. Dieser begeht Selbstmord und Tomyris rächt sich schließlich an Kyros, indem sie dem Besiegten den Kopf abschlagen lässt und ihn mit Blut tränkt.
Antonio Molinaris „Die Rache der Tomyris“
um 1692; Öl auf Leinwand; ca. 300 x 300 cm


